So schreibst Du eine erotische Geschichte Leitfaden für sinnlich-sündige Storys

Du bist ein Fan erotischer Literatur und möchtest Dich selbst in diesem Metier versuchen? Hier findest Du Tipps, wie das Schreiben von sinnlich-sündigen Storys gelingt. Außerdem berichtet Erotikautorin Katelyn Faith im Interview, was sie über das Phänomen „Shades of Grey“ denkt.

Eine erotische Geschichte muss nicht lang seinWas reizt viele Menschen daran, eine erotische Geschichte zu schreiben? Ines Witka, Autorin von „Dirty Writing“ erklärt dazu: „Die Motivation, über Erotik zu schreiben, kann sehr unterschiedlich sein: Es kann der Wunsch sein herauszufinden, was Lust für Sie bedeutet, was Sie möchten und wo Sie sich in Ihrer Entwicklung befinden.“  Egal, was Dich zum Schreiben lustvoller Phantasien motiviert: Am besten ist, Du fängst einfach an …

Eine erotische Geschichte schreiben – so geht’s!

Tipp 1) Mach halblang

Überfordere Dich nicht gleich zu Beginn mit der Idee für eine Trilogie. Eine kurze erotische Geschichte tut es fürs Erste auch. Sie ist nur eine kleine, aber detailreiche Episode aus dem Leben, die ruhig abrupt beginnen und aufhören darf.

Tipp 2) Steige szenisch ein

Werfe den Leser direkt in die Gedanken- und Gefühlswelt Deines Helden/Deiner Heldin. Das Gefühl, live dabei zu sein, zieht magisch an. Beschreibe dafür detailreich, mit allen Empfindungen der Sinne, was den Körper Deiner Figur zum Beben bringt. Vielleicht ist es die Vorstellung einer sexuellen Begegnung, der Anblick eines Fotos, der Geruch eines Mannes, das Gefühl, jemanden anzufassen … Denn: „Es kommt beim Schreiben weniger auf das Was, sondern mehr auf das Wie an“, schreibt Ines Witka. „Versuchen Sie nicht, dem Leser den Charakter einer Person zu erklären, zeigen sie ihn stattdessen in einer Handlung, die genau das über die Person aussagt, was Ihnen wichtig ist.“

Tipp 3) Steigere die Lustkurve

Nach dem knapp gehaltenen Einstieg solltest Du einen kontinuierlichen Spannungsbogen aufbauen. „Die Erregungsverzögerung ist eine wichtige Taktik sowohl beim Schreiben als auch beim Sex“, sagt Ines Witka. „Diese Erregungskurve ‚Aufbau – Explosion – Entspannung‘ liegt zum einen als Spannungsbogen über der ganzen Geschichte, wiederholt sich aber auch als kleiner Bogen in jeder einzelnen Szene.“ Mach also zwischen den Kribbel-Episoden kurz Pause, weil Deine Figur etwas anderes sieht, an etwas anderes denkt, innehält und so weiter.

Tipp 4) Male Sprachbilder

Bei guten erotischen Texten ist fast nichts tabu – außer witzige Umschreibungen („sein Hobel“, „ihre Miez“). Entweder medizinisch korrekt bleiben, wenn es in den Kontext passt pornografisch formulieren oder am besten umschreiben („in sie eintauchen“). Vermeide auch platte Aufzählungen („Erst machte er das, dann das“) und Klischeesätze („Eine Woge der Lust überkam sie“). Überlege stattdessen, was Deine Figur so erregt. Wie und wo sie etwas fühlt. Was mit ihrem Körper dabei passiert. Was sie riecht, sieht, hört, schmeckt, fühlt. Vielleicht  verstärkt eine unterschwellige Erinnerung das Prickeln. Schließlich gilt das Gehirn als enorm wichtiges Sexualorgan.

Tipp 5) Komm zum Schluss

Genug Feuerwerk? Dann halte Dich nicht länger mit Deiner Geschichte auf, sondern bringe sie zu einem knappen, aber knackigen Ende. Immer gut: Einen Gedanken finden, der an den Anfang, die erste Beschreibung, die ersten Wünsche anknüpft. Oder eine lustvolle Aussicht, die Raum für neue Phantasien lässt …

Erotische Geschichten schreiben mit „Dirty Writing“

Du möchtest selbst erotische Geschichten schreiben und mehr über dieses Metier erfahren? Im Buch „Dirty Writing“ von Ines Witka (konkursbuch Verlag, 12,90 EUR) findest Du Wissenswertes über die Geschichte der erotischen Literatur und außerdem viele Ideen, Beispiele und Übungen zum Thema. Weil es als persönliches Mitmachbuch gestaltet ist, kannst Du die vorgeschlagenen Übungen direkt ausprobieren.

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Interview mit Erotikautorin Katelyn Faith

Ohne große Erwartungen hat Katelyn Faith ihren Roman „Gefährliche Verlockung“ selbst ins Netz gestellt. Über Nacht wurde die erotische Geschichte zum Überraschungserfolg. Wir haben Katelyn gefragt, weshalb sie erotische Geschichten schreibt und was sie über das Phänomen „Shades of Grey“ denkt.

Secret: Ist erotische Literatur seit „Shades of Grey“ im Mainstream angelangt?

Katelyn Faith: Ich finde es großartig, dass das Genre durch den Bestseller so einen Aufschwung erlebt. Und mal ehrlich – das war längst überfällig. Jenseits der Buchhandlungen war diese Nische bereits erfolgreich, allerdings hauptsächlich über den Internetvertrieb. Erst seit Kurzem liegen Erotikromane in den Buchläden ganz weit vorne aus. Und die neuerdings sehr trendigen Cover sorgen dafür, dass sich die Kunden trauen, ein solches Buch auch zur Kasse zu tragen.

Was hat den Erfolg von „Shades of Grey“ gepusht?

Ich denke, dass der neue E-Book-Markt das Genre zusätzlich beflügelt hat; das diskrete Lesen auf dem E-Reader nimmt die letzte Hemmschwelle. Und: Der Trend zu zeitgemäßen, modernen Liebesgeschichten ist wieder da. Zudem wird im Romance-Genre schon lange nicht mehr die Schlafzimmertür zugemacht, wenn es zur Sache geht. Warum sollten wir unsere Leserinnen auch ausgerechnet dann aussperren, wenn es am schönsten wird?

Weshalb haben Sie gerade einen erotischen Liebesroman geschrieben?

Vor rund drei Jahren habe ich meine Liebe zum Schreiben wiederentdeckt und gleich mit dem Thema Erotik losgelegt – als Besitzerin einer anspruchsvollen Erotik-Boutique lag das für mich nahe. Hier beschäftige ich mich ja täglich mit der schönsten Sache der Welt.

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Autor Cara Mia
Cara Mia Cara Mia ist Online-Redakteurin bei Secret. Mit ihren spannenden Artikeln entführt sie die Secret-Leserinnen in die Welt der Liebe und Erotik.
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